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Mit der Bahn ins Industriegebiet Investition von neun Millionen Euro geplant
hw. Hermannstadt -- Der Zustrom neuer
Unternehmen nach Hermannstadt/Sibiu wird in den kommenden Jahren anhalten.
Daran glaubt Viktor Späck, der mit einem neuen Industriepark bei Salzburg/Ocna
Sibiului die für die Ansiedlung benötigten Flächen liefern will. Der
Unternehmer aus Großscheuern/Sura fand im Beisein von Präfekt Ilie Mitea, Kreisratspräsident Martin Bottesch, Salzburgs Bürgermeister Ioan Baltes sowie Vertretern des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen und des Deutschen Generalkonsulats die offizielle Eröffnung der Zios statt. Mit dem Unternehmen Collini hat der Industriepark seinen ersten Mieter bereits gefunden. Die österreichische Firma wird vier Hektar des Geländes nutzen und 40 Arbeitsplätze schaffen.
Rund eine Million Euro sind bereits in Straßen, Gehwegen und Versorgungsleitungen verbaut. Abgesehen von einigen Baucontainern und einer Stichstraße sieht das Areal noch sehr naturbelassen aus. Das gehört laut Späck zur Vermarktungsstrategie. "Wir bauen erst weiter, wenn wir einen konkreten Interessenten für eine Parzelle haben." Der Kaufpreis für voll erschlossene Flächen liegt laut Späck bei etwa 45 Euro je Quadratmeter. Dieser Wert sei jedoch nur als Richtwert zu verstehen. "Alle Preise sind verhandelbar, denn jedes Unternehmen hat individuelle Anforderungen an einen Standort", relativiert der Unternehmer.
Im Vergleich zu Industriegebieten in und um Hermannstadt macht er für sein Projekt ein wesentliches Vermarktungsargument geltend. "Unser Vorteil ist, dass wir nach deutschen Standards bauen", erklärt Späck. Investoren bekämen nicht nur das Land, sondern eine komplette Infrastruktur nach ihren Bedürfnissen bereitgestellt. Dazu zählen Wasser- und Abwassernetz, eine eigene Kläranlage, Strom, Gas und Telekommunikation. Auch der Anschluss an die angrenzende Eisenbahnlinie sei möglich.
Das Projekt wird ohne Fördermittel finanziert. Investitionen seien dadurch schneller und unkomplizierter möglich, weil auf zeitraubende Ausschreibungsverfahren verzichtet werden kann. Mit diesen Argumenten gehe man in ganz Europa auf Investorensuche. Man wolle sich besonders auf Logistikunternehmen konzentrieren, da diese Branche in Rumänien weiter stark wachsen wird. Auf der größten europäischen Immobilienmesse Expo Real, die Anfang Oktober in München stattfand, seien gute Gespräche geführt worden, meint Michael Schilli, der für die Vermarktung der Zios-Flächen verantwortlich ist. Mit zwei bis drei Unternehmen strebe man laut Späck noch in diesem Jahr einen Vertragsabschluss an.
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